Wahlkreis

Darstellung: Benjamin Kotschi | Daten: © Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin; © OpenStreetMap-Mitwirkende

Wahlkreisbüro

Mein Wahlkreisbüro befindet sich in den wunderschönen Räumlichkeiten des C*SPACE Berlin im Langshanskiez.


Was verbindet mich mit dem Wahlkreis?

Seit einigen Jahren wohne ich hier, so nahe an den Orten meiner Kindheit. Mir gefällt die Mischung aus Ost und West, Jung und Alt, neu Zugezogenen und Alteingesessenen. Damit kann ich mich besonders identifizieren, da meine Familie aus dem Osten ist und ich meine Jugend als „Ostkind“ in Freiburg verbracht hab. Außerdem finde ich hier Ruhe und eine gute Nachbarschaft, obwohl gleichzeitig eine Menge los ist – meine Lieblingsmischung!

Im Langhanskiez habe ich die Ruthenberg’schen Höfe für mich entdeckt, ich mag den Vorort-Charakter des Gebietes und dass dort teilweise die Zeit stehen geblieben scheint. Den nördlichen Teil des Prenzlauer Berges finde ich sehr angenehm. Hier ist noch nicht ganz so viel Trubel wie entlang der Pappel-/Kastanienallee und trotzdem eine Menge Leben. Es gibt noch alte Bäcker, man kennt sich in der Nachbarschaft.


Mein Lieblingsort

Ich liebe den Humannplatz und die Wohnstadt Carl Legien genauso wie die Ruthenberg’schen Höfe im Langhanskiez – für einen Ort kann ich mich nicht entscheiden, denn ich suche die Abwechslung. Tolle Treffpunkte sind auch die über 22 Tischtennisplatten.

In meiner Freizeit schmettere ich gerne Tischtennisbälle über die Platte – viel besser als Behördenpingpong! Sonntags bin ich immer mit meiner Oma und dem Rollstuhl unterwegs – wir kennen das beste Lieblingseis, super Waffelspots und die schönsten Bänke vor Ort. Außerdem tanze ich sehr gerne und freue mich auf den Zeitpunkt, wo das endlich wieder geht! Bis dahin lese ich einfach noch ein paar Bücher.


Ziele vor Ort

  • Entsiegelung und mehr Stadtnatur für grünere Kieze, die dem Klimawandel strotzen und die Gesundheit und das Zusammenleben der Bewohnerschaft schützen.

Weniger Asphalt & mehr Stadtnatur statt Betonwüste. Zuletzt wurde uns schmerzlich bewusst: Wer keinen eigenen Garten oder Balkon hat, braucht frei zugängliche Grünflächen. Zuträglich für das Stadtklima bei Hitzeperioden sind Bäume und begrünte Fassaden, denn sie kühlen. Durch Verdunstung und Schatten können Bäume die Tagesdurchschnittstemperatur innerhalb von Städten bis zu 5°C verringern. Im Schatten kann der Temperaturunterschied bis zu 25°C ausmachen! Diese Abkühlung kann Leben retten: Durch die Zunahme an Hitzewellen nehmen auch hitzebdingte Todesfälle zu. Zwischen 2018 und 2020 sind in Brandenburg und Berlin insgesamt 1389 Menschen während Hitzephasen verstorben.

Grünflächen funktionieren besser im Verbund, sie schützen sich gegenseitig, Wurzelreich findet unter nicht asphaltierten Oberflächen Halt. Wenn es regnet, versickert das Regenwasser in unversiegelten Böden und kann von der Umgebung aufgenommen werden. Wir Bündnisgrüne haben zum Ziel eine „Schwammstadt“, eine Stadt, die sich wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugt.

Foto: AdobeStock

Warum ist das wichtig?

Wenn Oberflächen asphaltiert oder anders versiegelt oder verschlossen sind, dann wird das Wasser in die Kanalisation geschwemmt. Bei Starkregen ist diese aber nicht dazu in der Lage, die großen Wassermengen aufzunehmen. Statt langsam zu versickern und ins Grundwasser zu wandern, wird dasüberschüssige Wasser beispielsweise in die Spree und aus der Stadt hinaus geleitet. Damit ist es für die inzwischen viel zu trockene Stadtnatur verloren. Dabei ist Stadtnatur Lebensraum für Mensch und Tier.

Deswegen setze ich mich vor Ort dafür ein, Flächen zu entsiegeln und zu begrünen, sowie Bäume nachzu-
pflanzen. Wenn alle mitmachen, stärkt das auch das Verantwortungsgefühl aller gegenüber unserer un- mittelbaren Umwelt.

  • Sozial-ökologischer Wandel im Langhanskiez für einen lebenswerten Kiez für Jung und Alt, für Kunst und Gewerbe.

Die Lebensqualität im Langhanskiez wird in den nächsten Jahren verbessert. Es werden zusätzliche Spiel- und Grünflächen geschaffen, die Verkehrssituation wird im Sinne des Mobilitätsgesetzes verändert, bezahlbarer Wohnraum wird geschaffen. Jetzt ist ein guter Moment dafür, denn das ökologische Bewusstsein und die Erkenntnis, dass wir uns an den Klimawandel anpassen müssen, ist da. Das Mobilitätsgesetz haben wir in dieser letzten Legislaturperiode verabschiedet, sodass das Gesetz hier angewendet werden kann.

Ein so großes Gebiet zu sanieren, ist ein langjähriger Prozess und es werden viele kleine Zwischenschritte absolviert, Bürger:innen werden beteiligt, es wird abgewogen. Die behutsame Entwicklung soll dabei im Vordergrund stehen, die Mischung aus Handwerk und Gewerbe, zusammen mit Wohnen, also eine Stadt der kurzen Wege soll beibehalten werden. Mir ist es wichtig, dabei alle an einen Tisch zu holen, auch die leisen Stimmen zu hören: Die Stimmen derjenigen, die schon lange im Langhanskiez wohnen, die dort Kultur schaffen, im Handwerk arbeiten oder zur Schule gehen und die Stimmen derjenigen, die erst zuziehen wollen. Das Gebiet ist ein besonderer Ort, an dem Jung und Alt zusammenleben und zugleich fehlen öffentliche Aufenthalts- und Begegnungsräume – nur mit ihnen kann der Kiez trotz Veränderungen ein solidarisches Miteinander bewahren. Dafür setze ich mich mit den Akteuren vor Ort ein!

Foto: Kasimir Heldmann

  • Carl Legien Siedlung: Parkflächen zu Parks machen?

Die Wohnstadt Carl Legien ist ebenso ein besonderer Ort, sie ist sogar UNESCO Weltkulturerbe. Kein Wunder, bei dieser Architektur! Bruno Taut hat damals die Wohnstadt so gestaltet, wie es auch uns Bündnisgrünen gefällt. DIe Zweckmäßigkeit für die Menschen im Mittelpunkt, Gewerbeflächen im Erdgeschoss, im Einklang mit der Natur, mit grünen Innenhöfen. Die Wohnstadt ist nach wie vor beliebt, nahe an der Innenstadt, gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, aber leider auch ein Gebiet, in dem Menschen aus dem Umland ihr Auto abstellen, um dann mit dem ÖPNV weiter zu ihrer Arbeitsstätte zu fahren. In der Siedlung parken sehr viele Pkw, die nicht den Anwohnenden gehören oder von ihnen genutzt werden. Deswegen führen wir dort eine Parkraumbewirtschaftungszone ein!

Es gibt aber noch deutlich mehr Verkehrsteilnehmende mit Platzproblemen: Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet häufig keinen Ort, um das Fahrrad sicher abzustellen. Damit noch mehr Menschen vor Ort auf das Rad umsteigen, brauchen wir mehr Fahrradbügel und müssen uns mit dem Denkmalschutz arrangieren. Wer zu Fuß unterwegs ist, stellt schnell fest, dass Überwege gerne von Pkws versperrt sind – auch das soll sich ändern! Denn wir wollen mehr Platz für Menschen.

Ein weiteres Thema beschäftigt die Anwohnerschaft: Die grünen Innenhöfe sind in heißen Sommern nicht mehr grün sondern eher gelb, die Bewohner:innen möchten sie gerne begärtnern und verschönern. Dazu gibt es bereits Gespräche. Warum das wichtig ist, ist im vorherigen Abschnitt erklärt.

  • Bezahlbarer Wohnraum, gute Schulplätze für alle Kinder, sichere und barrierefreie Mobilität als Basis unseres Zusammenlebens.

In unserem Bezirkswahlprogramm für ganz Pankow werden Lösungen für die genannten Herausforderungen aufgeführt. Es ist hier zu finden: